Was tun wir mit einem geretteten Planeten, wenn wir keine Arbeitsplätze mehr haben. Dann doch lieber umgekehrt.
Volker Pispers, Satiriker in Konsumklima, 2008 zur Prioritätensetzung der Regierung


Nachhaltige Entwicklung oder Business as usual für Erfolg versprechende Politik zu halten, gleicht der Erwartung, dass ein an Lungenkrebs Erkrankter gesundet, wenn er mit dem Rauchen aufhört.
James Lovelock, in "Gaias Rache, Warum die Erde sich wehrt", 2006


Eine neue Definition von Wohlstand ist überfällig. Die Konzentration auf die Steigerung des Bruttosozialprodukts führt in die Irre. In einer Welt mit begrenztem Ressourcenangebot kann es kein unbegrenztes Wachstum geben.
WWF, Studie Living Planet Report 2010


Die Erde reicht nicht aus, um alle materiellen Träume einer ständig wachsenden Weltbevölkerung zu erfüllen. Die Zeit ist gekommen, da die Gesellschaften die Genügsamkeit alter Kulturen wiederentdecken müssen.
Faktor Fünf, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Karlson Hargroves, Michael Smith, Kapitel 11 Genügsamkeit, 2010


Die überkommene Berechnung des Bruttosozialprodukts unterschlägt Umweltschäden, ignoriert Leistungen der Natur und trägt damit maßgeblich zum Weiterwirtschaften wie bisher auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder bei.
DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake, Oktober 2010 zum Schlussbericht der Internationalen TEEB-Studie zu Ökosystemdienstleistungen


Degrowth Postwachstum Gutes Leben Buon Vivir Wachstum4.0  Decroissance Gutes Leben für alle Bruttonationalglück Richtiges Leben Gerechtes Leben kreativ achtsam


Was ist es eigentlich, das Menschen glücklich macht? Eine glückliche Ehe, sinnvolle Arbeit, Freunde, Teilhabe an Gemeinschaften sind sicherlich größere Glückskomponenten als der Verbrauch von materiellen Gütern.
Faktor Fünf, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Karlson Hargroves, Michael Smith, Kapitel 11 Genügsamkeit, 2010


Es geht um nichts Geringeres als darum, das grundlegende globale Fortschrittsparadigma für Völker und Staaten zu verändern, weg von der Produktion und hin zu einem auf gerechter Verteilung und Nachhaltigkeit beruhenden Wohlergehen.
Joseph Stiglitz, 2007


Die Einführung eines alternativen, ergänzenden Index zum BIP/BNE zielt letzten Endes also auf eine Abkopplung des Wirtschaftswachstums vom Energie- und Ressourcenverbrauch.
Indikatoren des Glücks, Überlegungen zu einem Nationalen Wohlfahrtsindex, Hans Diefenbacher und Roland Zieschank, Le Monde diplomatique, , Juli 2010


Gehetzheit führt fast unvermeidlich zu Überkonsum, während Zeit zu haben zu klügerer Auswahl beim Einkauf, zum Reparieren von Schäden (statt Wegwerfen) und zum Genuss .. von Freuden zu Hause und mit Freunden führt.
Faktor Fünf, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Karlson Hargroves, Michael Smith, Kapitel 11 Genügsamkeit, 2010


Die Leistungen des Naturhaushaltes müssen endlich auch in Deutschland ihren Niederschlag in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung finden, wie dies andere Länder wie Indien oder Brasilien längst erkannt haben und dabei sind, in konkretes Handeln umzusetzen
DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake , Oktober 2010


Wir müssem umdenken und letzlich das Ziel einer menschlichen Gesellschaft verfolgen, in der die Bevölkerungsgröße, der Ressourcenverbrauch, die Abfallentsorgung und die Umwelt grundsätzlich in einem gesunden Gleichgewicht stehen.
Sir Crispin Tickell, 2002


Fast untergegangen ist die uralte kulturelle Einsicht in die Möglichkeit von viel Glück mit wenig Verbrauch von Waren.
Faktor Fünf, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Karlson Hargroves, Michael Smith, Kapitel 11 Genügsamkeit, 2010


Um die Nachfrage nach Nahrung, Energieträgern und anderen natürlichen Rohstoffen zu decken, bräuchte man schon jetzt einen zweiten Planeten.
Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland, Oktober 2010 bei der Vorstellung der Studie Living Planet Report 2010.


Der Nachhaltigkeitsbeirat hat in seinem Bericht in der vergangenen Legislaturperiode bereits darauf aufmerksam gemacht, dass das Bruttoinlandsprodukt als alleiniger Maßstab für den wirtschaftlichen Wohlstand nicht ausreicht.
Stellungnahme des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung zum ersten Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes von 2006, November 2007


Reden wir einmal nicht über moralische Pflichten und Gerechtigkeit gegenüber Menschen in fernen Ländern und Zeiten. Reden wir über eigeninteressierte Motive und unser persönliches Glück. Reden wir darüber, warum es jedem von uns etwas bringt, die Natur zu schonen. Vielleicht kommen wir so weiter. Ich denke nicht an so offensichtliche Motive, wie dass es gar nicht gesund ist, jeden Tag Fleisch zu essen. Ich denke auch nicht an das schon weniger offensichtliche Motiv, dass keine Hoteloase der Welt gegen die Wellness einer Wanderung in den Bergen oder am Strand des Meeres ankommt.
Angelika Krebs, 2. Spiekerooger Klimagespräche, November 2010


Kapitalismus bedeutet die Herrschaft der Gegenwart über die Zukunft.
Harald Welzer, 2. Spiekerooger Klimagespräche, November 2010


Die Endlichkeit der Ressourcen dieser Erde ist am Horizont bereits zu erkennen.
Harald Vieth zu seinem Buch "Hamburger Sehenswürdigkeiten: Bäume", 2010


Wenn Bedürfnisse, die einst durch Handwerk, Eigenarbeit, Subsistenz, lokale Versorgung und soziale Netzwerke befriedigt wurden - oder auf deren Befriedigung man schlicht verzichtete -, durch käufliche Produkte, Dienstleistungen und eine komfortable Automatisierung/Mechanisierung erfüllt werden, ist die Existenzsicherung einer Geld speienden Wachstumsmaschine ausgeliefert.
Niko Paech, „Die Legende vom nachhaltigen Wachstum – ein Plädoyer für den Verzicht“ in Le Monde diplomatique


Eine Postwachstumsökonomie beginnt daher mit einer Genügsamkeitsstrategie. Sie konfrontiert die verzweifelte Suche nach weiteren Steigerungen von Güterwohlstand mit einer Gegenfrage: Welcher Plunder, der nur wachstumsabhängig macht, ließe sich über Bord werfen?
Niko Paech, „Die Legende vom nachhaltigen Wachstum – ein Plädoyer für den Verzicht“ in Le Monde diplomatique


Der zweite Schritt bestünde in einer Reaktivierung nichtkommerzieller Versorgung: Eigenarbeit, handwerkliche Fähigkeiten, (urbane) Subsistenz, Community-Gärten, Tauschringe, Netzwerke der Nachbarschaftshilfe, Verschenkmärkte, gemeinschaftliche Nutzung von Geräten sowie regionale Kreisläufe auf Basis zinslos umlaufgesicherter Komplementärwährungen würden zu einer graduellen Deglobalisierung verhelfen.
Niko Paech, „Die Legende vom nachhaltigen Wachstum – ein Plädoyer für den Verzicht“ in Le Monde diplomatique


Moderne Gesellschaften verfügen vor allem wegen der allumfassenden Ökonomisierung nur über eine unbefriedigende Glückseffizienz. Ökonomischer Aufwand (Arbeitszeit, Ressourceninput für die Produktion materieller Güter etc.) und moralischer Ertrag (größere Zufriedenheit, größeres Glück) stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander.
Herbert Schaaff, 2. Spiekerooger Klimagespräche, November 2010


Die Demokratie steckt in der Wachstumsfalle. Das 21. Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert der Nachhaltigkeit oder ein Jahrhundert der Ausgrenzung, Gewalt und Verteilungskonflikte.
Michael Müller - Die Grenzen des Wachstums, 2010


Entgegen der verbreiteten Vorstellung, dass Suffizienz der wirtschaftlichen Wohlstandsentwicklung schade, zeigen Studien aus unterschiedlichen Ländern Europas, dass dies keineswegs notwendig der Fall ist. Suffizienzmodelle setzen auf qualitatives Wachstum.
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Der Wertewandel zugunsten nachhaltiger Konsummuster ist individuell und kollektiv ver nünftig. Er kann jedoch nur gelingen, wenn möglichst viele gesellschaftliche Kräfte ihren Teil beitragen. Auch die Kirchen sind in diesem Feld seit langem engagiert.
Die katholischen Bischöfe Deutschlands in Der Schöpfung verpflichtet, Mai 2011


Nach Fukushima müssen nicht nur Atomreaktoren, sondern das gesamte großtechnische fossil-nukleare Energiesystem und die Ressourcenverschwendungswirtschaft auf den Prüfstand.
Prof. Dr. Peter Hennicke zur Energiewende, Bankspiegel GLS Bank, 2011


Wirtschaftswachstum macht Staaten so süchtig wie Heroin uns.
James Lovelock, in "Gaias Rache, Warum die Erde sich wehrt", 2006



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