Dieser Widerstand muss gewaltfrei sein. Das gebietet der Respekt vor RWE-Mitarbeitern, ÖkoaktivistInnen, Anwohnern und Polizeibeamten, aber auch strategische Klugheit. Wer gewinnen will, muss die Menschen begeistern, nicht einschüchtern.
Bernhard Pötter zur Besetzung des Hambacher Forstes, September 2018


Sicherlich ist das umstrittene Gehölz nicht das ökologisch wertvollste Stück Deutschlands. Es könnte aber dazu werden. Die tatsächliche und symbolische Bedeutung des Kampfs um den Wald am Hambacher Loch ist hoch. Auch in Wackersdorf ging es nicht um den Taxöldener Forst, sondern um die Atomindustrie.
Bernhard Pötter, September 2018


Mit dem „Hambi“ hat die Umweltbewegung endlich konkrete Symbole für eine unsichtbare und unfassbare Bedrohung gefunden. Kohlendioxid ist unsichtbar, die Täter sind wir alle und deshalb niemand. Aber die Buchen und Eichen kann man anfassen und schützen.
Bernhard Pötter, September 2018


Der Kampf im Hambacher Wald, er ist auch ein Kampf um die Energieversorgung der Zukunft.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Der Ausstieg 2035 bis 2038 ist viel zu spät.
Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace und Mitglied der Kohlekommission, September 2018


RWE hat große wirtschaftliche Interessen in diesem Tagebau und versucht, sich auf diese Weise zu wehren.
Jürgen Döschner, ARD-Energieexperte zum Hambacher Forst, September 2018


Jede Kilowattstunde, die wir nicht verbrauchen, muss auch nicht produziert werden.
Jürgen Döschner, ARD-Energieexperte, September 2018


Was aus nationaler Sicht "sozial" ist, kann international zu massiven Ungerechtigkeiten führen, etwa durch einen beschleunigten Klimawandel.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Was betriebswirtschaftlich Sinn macht, kann gesamtwirtschaftlich schaden.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


RWE muss den möglichen Imageverlust im Blick behalten.
Peter Crampton, Analyst von Macquarie, September 2018


RWE muss alles daran setzen, die CO2-Emissionen und damit die Kosten für die Aktionäre zu reduzieren.
Thomas Deser, Union Investment, September 2018


Sie denken wahrscheinlich, sie haben gewonnen. Aber sie können nicht gewinnen, weil sie den Wald genauso brauchen.
Aktivistin im Hambacher Forst, September 2018


Und weil sie nicht verstehen, dass wir nicht für uns kämpfen, sondern für uns alle.
Aktivistin im Hambacher Forst, September 2018


Sie werden es nicht verstehen, wie es ist, wenn man auf einem lebenden Wesen wohnt. Das sich bewegt. Oder Schiss zu haben, wenn es stürmisch ist. Sie werden nicht verstehen, wie es ist, mit Menschen zusammenzuleben, denen es scheißegal ist, wie du heißt, wie alt du bist oder welchen Schulabschluss du hast.
Aktivistin im Hambacher Forst, September 2018


Was ich hier gelernt habe, kann mir keiner mehr nehmen.
Aktivistin im Hambacher Forst, September 2018


Das Abholzen des Hambacher Waldes hat keine gesellschaftlichen Mehrheiten. Der Räumung darf auf keinen Fall die Rodung folgen.
Annalena Baerbock, Die Grünen, September 2018


Überall kommt die Botschaft an. Die fossile Wirtschaft ist am Ende, nicht abrupt, aber dass das keine Zukunft mehr hat, das ist völlig offenkundig
Jochen Flasbarth, Umweltstaatssekretär, September 2018


Fortschritt kann nicht darin liegen, noch ein paar Jahrzehnte länger Braunkohle in Kraftwerken und Öl in Verbrennungsmotoren zu verbrennen - nicht, wenn gleichzeitig die Vernünftigen der Erde eine Abkehr von fossilen Rohstoffen verfolgen. Fortschritt bedeutet Offenheit für Wandel, ohne jedem Trend hinterherzulaufen. Jeder Wandel wird Verlierer haben. Fortschritt bedeutet nicht, sie im Stich zu lassen
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Heimat. Sie ist der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen so wichtig, dass dafür ein eigenes Ministerium geschaffen wurde, für Heimat und Bau. Von dort stammt die Weisung, Demonstranten aus einem kleinen Waldstück am Rande des Tagebaus Hambach zu vertreiben, damit der Forst recht bald den Braunkohlebaggern weichen kann.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


In Zeiten von Energiewende und Digitalisierung lässt sich kaum noch erklären, warum ganze Landstriche in den Dampfkesseln fossiler Kraftwerke verheizt werden sollen.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Die Regierenden in Berlin geben sich als begeisterte Klimaschützer, aber niemand redet gern darüber, dass die Bundesrepublik nach wie vor der größte Braunkohleförderer der Welt ist.
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Ja: Der Staat darf die Polizei rufen, wenn sich Genehmigungen nicht anders durchsetzen lassen. Was aber, wenn sich die Bedingungen für die Genehmigungen grundlegend geändert haben?
Michael Bauchmüller, Kommentar Süddeutsche Zeitung, September 2018


Während in Berlin die Kohlekommission an einer Lösung arbeitet, lässt die NRW-Landesregierung ein Großaufgebot der Polizei aufmarschieren, damit RWE Fakten schaffen kann.
Oliver Krischer, Fraktionsvize Die Grünen, September 2018


Alle Beteiligten wissen, dass der Energiekonzern RWE eine gültige, durchsetzbare Abbaugenehmigung hat, trotzdem stellt sich die Frage, ob angesichts des unvermeidbaren Energiewandels eine Abholzung des Hambacher Forstes noch vertretbar ist.
Michael Mertens, Chef der nordrhein-westfälischen Gewerkschaft der Polizei, September 2018


Ein Tempolimit auf Autobahnen wird auf jeden Fall kommen. Je lascher die CO2-Emissionen bei neuen Pkw, desto schärfer wird es ausfallen.
Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, September 2018


Ambitionierte Grenzwerte sind zudem wichtige Antreiber für die europäische Automobilindustrie, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.
Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, September 2018


Ein Grundrecht auf Parken ist mit der Mobilitätswende in unseren Städten nicht vereinbar.
Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende, September 2018


Lebenswertere Städte entstehen dann, wenn bei der Verteilung der Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum nicht mehr die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer von privaten Pkw einseitig im Vordergrund stehen.
Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende, September 2018


Die Gebühren für Schwarzparken in Höhe von 10 bis 20 Euro stehen in keinem angemessenen Verhältnis zur Ahndung des Schwarzfahrens im ÖPNV.
Dr. Roman Ringwald, Partner bei Becker Büttner Held, September 2018


In den Braunkohlekraftwerken im Rheinland wird mehr Kohlendioxid emittiert als an irgendeinem anderen Ort in Europa – gleichzeitig zwingt der Klimawandel die deutsche Landwirtschaft in die Knie.
Luisa Neubauer, September 2018


Es bleibt scheinheilig den Landwirten zur Hilfe zu eilen und gleichzeitig den klimapolitischen Leerlauf einzulegen.
Luisa Neubauer, September 2018


Blockierende Wetterlagen wie in diesem Jahr – mit monströsen Hochdruckgebieten über Skandinavien, die einfach nicht weichen wollten und die ersehnten sonnigen Tage zu einer Hitzewelle anwachsen ließen – werden nun häufiger auftreten, weil der Jetstream wegen der überproportionalen Erwärmung der Arktis schwächelt.
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), September 2018


Nördlich der Alpen bekommen wir ein eher mediterranes Klima, südlich der Alpen hingegen, in Italien, Spanien, Griechenland, wird sich tendenziell ein Wüstenklima entwickeln.
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), September 2018


Deutschland wird zunächst vergleichsweise glimpflich davonkommen. In anderen Teilen der Welt könnte der Mensch dagegen bei ungebremstem Klimawandel irgendwann rein physiologisch nicht mehr ungeschützt im Freien überleben – etwa am Persischen Golf, in Indonesien oder in Teilen von Afrika und Lateinamerika.
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), September 2018


Aus Sicht der Wissenschaft ist es nicht nur menschlich geboten, sondern auch vernünftiger, die Fluchtursachen zu bekämpfen statt der Flüchtlinge.
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), September 2018


Wenn die Menschen das Radfahren als komfortabel und sicher empfinden, dann nutzen sie das Rad bei jeder Gelegenheit - das wissen wir aus Studien und Vorbildstädten. Wenn nicht, dann wählen sie das Auto, auch für die allerkürzesten Wege.
Ulrich Syberg, ADFC-Bundesvorsitzender, August 2018


Das Dieselprivileg sendet ein völlig falsches Signal aus. Es schafft Anreize, große Pkw mit einem hohen Spritverbrauch zu kaufen und belohnt das Vielfahren. Das schadet Klima und Luftqualität.
Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts, August 2018


Wir sind für den Klimaschutz nicht auf den Diesel angewiesen. Wir brauchen insgesamt sparsamere Autos und einen möglichst schnellen Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsträger.
Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts, August 2018


Deutschland ist noch immer Weltmeister bei der Braunkohlverstromung. Und Braunkohle ist der größte Klimakiller.
Franz Alt, August 2018


Was wir im Sommer 2018 alle erlebt haben, ist exakt das, was die Klimaforschung seit Jahrzehnten vorhergesagt hat. Doch für viele Deutsche und Mitteleuropäer waren die Klimaprognosen bisher eher Theorie. Sie waren je selbst noch nicht betroffen.
Franz Alt, August 2018


Die Politik hat riesigen Nachholbedarf an entsprechenden Entscheidungen wie den raschen Kohleausstieg oder das baldige Ende des Verbrennungsmotors in PKWs.
Franz Alt, August 2018


Erst die solare Gesellschaft von morgen kann eine solidarische Gesellschaft werden. Alles Gute kommt von oben, von ganz, ganz oben.
Franz Alt, 2018


Durch die steigenden Temperaturen in Fließgewässern kommt es gerade in den Sommermonaten immer wieder zu großen Fischsterben.
Arno Aschauer, Teamleiter Artenschutz, WWF Österreich, August 2018


Unsere Lebensräume müssen möglichst naturnah erhalten werden oder wieder in einen günstigen Erhaltungszustand gebracht werden. Verschiedene Arten, wie z.B. der Biber können ganze Landschaftsteile umbauen und sie so wieder naturnäher, vielfältiger und „klimafitter“ gestalten.
Arno Aschauer, Teamleiter Artenschutz, WWF Österreich, August 2018


Riesige Luftströme umkreisen unsere Erde in der oberen Troposphäre - wir sprechen von planetaren Wellen. Jetzt häufen sich die Beweise, dass die Menschheit diese gewaltigen Windströmungen durcheinander bringt.
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), August 2018


Ein schneller und kraftvoller erster Schritt beim Kohleausstieg ist ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvoll.
Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik WWF Deutschland, August 2018


Kohlestrom verstopft die Stromnetze und verlangsamt den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft LichtBlick, August 2018


RWE sollte die Rodungsarbeiten im Hambacher Forst so lange aussetzen, bis die Kohlekommission eine einvernehmliche Lösung gefunden und Empfehlungen ausgesprochen hat.
Claudia Kemfert, DIW, August 2018


Technisch ist das Klimaziel für 2020 problemlos erreichbar.
Norman Gerhardt, Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), August 2018


„Nach mir die Sintflut“ ist kein Businessplan.
Katharina Nocun, Bürgerrechtlerin, Publizistin und Ökonomin, August 2018




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